Sprecher der Polizei Leipzig: „Es liegt ein brauner Schatten über der Polizeidirektion Leipzig.“

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Es liegt ein brauner Schatten über der Polizeidirektion Leipzig.

Erklärte ein Sprecher der Polizei Leipzig gegenüber der Leipziger Volkszeitung, nachdem der Leipziger NPD interne Polizeidokumente zugespielt wurden:

Der Leipziger NPD sind interne Dokumente der Polizei zugespielt worden, die auch Klarnamen von Tatverdächtigen enthalten. Das bestätigten die Beamten am Montagnachmittag. Nun werde wegen Geheimnisverrats ermittelt, sagte Polizeisprecher Andreas Loepki gegenüber LVZ.de. Am Montag war auf dem Twitter-Account der rechtsextremen NPD ein Foto aufgetaucht, das offenbar einen Computerbildschirm der Polizei zeigt. Darauf ist der Bericht zu einer Verkehrskontrolle zu sehen, bei der am Montag mutmaßlich Linksextreme auf dem Weg nach Leipzig gestellt wurden. Die Polizei bestätigte mittlerweile die Echtheit des Dokuments.

Im Laufe des 11.1.2016 twitterte ein aufmerksamer Leser dieses Zitat an die Polizei Sachsen.

Diese erwiderte:

Unterlassen Sie die Verbreitung der so nicht getätigten Äußerungen unseres Polizeisprechers!

Nach dem Hinweis auf die Leipziger Volkszeitung korrigierte die Polizei Sachsen auf Twitter:

Die Zitierung in der LVZ sehen wir auch gerade, wir bitten um Entschuldigung.

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Mittlerweile ist das Zitat im Artikel der LVZ nicht mehr auffindbar.

Erklärung der LVZ auf Twitter hierzu:

Das Zitat war korrekt. Der Polizeisprecher fühlte sich aber missverstanden und hat sich im Anschluss korrigiert.

Erklärung der Polizei Sachsen auf Twitter:

Die LVZ hat kein falsches Zitat benutzt. Der Kontext, in dem es ausgeführt wurde, hingegen schon. Die Aussage „Es liegt ein brauner Schatten über der Polizeidirektion Leipzig.“ war keine Eigeneinschätzung, sondern sollte die Befürchtung beschreiben, wie die Polizeidirektion Leipzig in Teilen der Öffentlichkeit gesehen werden wird.

Eine selbsterfüllende Prophezeiung also. Von einem Polizeisprecher, der nicht für die Polizei spricht sondern für die Öffentlichkeit. Hanebüchen.

Nachdem überregional bislang nur die Bild über den Polizeiskandal berichtete zog am 13.1.2016 die Welt nach:

Zu dem aktuellen Fall sagt Stange: „Es steht zu vermuten, dass es sich um ein vorbereitetes Vorgehen handelt, wobei gezielt nach solchen Informationen mit dem Zweck der Weitergabe von Namen und personenbezogenen Daten gesucht worden ist.“ Der Oppositionspolitiker ergänzt: „Damit wird offensichtlich, dass in den Reihen der Leipziger Polizei auch Bedienstete sind, die aktive Kontakte und wohl auch inhaltliche Nähe in die rechtsradikale und gewaltbereite Szene unterhalten.“ Nachdem am Montag die Polizei über Twitter darüber informiert hatte, nun wegen Geheimnisverrats zu ermitteln, sagte ein Leipziger Polizeisprecher zu Journalisten: „Es liegt ein brauner Schatten über der Polizeidirektion Leipzig.“ Später zog die Polizei diese Äußerung allerdings zurück.

Die Polizei zog die Äußerung zurück? Die LVZ entfernte die Äußerung aus ihrem Artikel! Ein klarer Fall von Selbstzensur.

Warum schweigen andere Presseorgane immer noch? ARD/ZDF, Spiegel Online, Zeit Online, FAZ, Süddeutsche? Fehlanzeige.

4 Kommentare

  1. wenn schon schwärzen,dann vollständig,oder ?🙂

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  2. Pingback: AfD: Die Partei des sozialen Friedens! | Machtelite

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