Merkel empfiehlt NSA im Sommerinterview: Lest deutsche Zeitungen!

Image and video hosting by TinyPicNachdem erst kürzlich ein You Tuber viel Kritik für seinen Versuch eines Interviews mit Angela Merkel erntete, durfte sie im heutigen ARD-Sommerinterview den Scherbenhaufen ihrer desaströsen Politik (Griechenland Erpressung, Flüchtlingsproblematik, NSA/BND-Skandal) dank handzahmer ausgebildeter Qualitätsjournalisten umschiffen:

Tina Hassel, Leiterin des ARD-Hauptstadtstudios und Mitglied der Atlantikbrücke, verhaspelt sich voller Ehrfurcht:

Frau Bundeskanzlerin, kommen wir zu einem anderen Thema. Im Moment ist ja fast im Wochenrhythmus eine neue Veröffentlichung von Wikileaks, ähm, was die, ähm, Ausspionieren, ähm durch die NSA angeht. Inzwischen weiß man neben dem Kanzleramt auch drei Ministerien, wir wissen nicht was da vielleicht noch alles so kommt. Überrascht Sie das Ausmaß der Spionage oder ist das für Sie fast more of the same?

Antwort Merkel:

Also erstmal, ähm, vorausgesetzt, dass das alles stimmt, ähm, muss man sagen, dass Aufwand und Ertrag da in keinem Verhältnis stehen, in keinem vernünftigen, also ich empfehle aufmerksam Zeitung lesen, da kann man viel mitkriegen in Deutschland und, äh, ich halte das , ähm, für, ja, für mich ist es abwegig so vorzugehen, falls es so stimmen sollte. Und, äh, ich glaube, dass der Schaden, der da auch emotional bei vielen in der Bevölkerung angerichtet wird viel, viel größer ist als der Gewinn, den man aus solchen Informationen haben könnte. Ich hab oft gesagt, ich verhandle ohne zu wissen was meine Partner denken und sich vorbereiten und ich finde ich hab‘ auch ganz gute Ergebnisse für Deutschland immer erreicht. Auf der anderen Seite sag‘ ich dass, was ich auch immer gesagt habe noch mal dazu, wir brauchen die Zusammenarbeit mit den Diensten anderer Länder unbedingt wenn wir an Terrorismus und andere Gefahren denken.

Interview Ende

Merkel stellt weiterhin die Authentizität sowohl der Veröffentlichungen von Snowden als auch von Wikileaks in Frage.

Merkel behauptet Aufwand und Ertrag der NSA-Überwachung zu kennen.

Merkel suggeriert das Lesen von deutschen Zeitungen sei womöglich ausreichend für einen Geheimdienst.

Merkel hält das „Vorgehen“ der NSA für abwegig.

Merkel verhandelt ohne zu wissen, was ihre Partner denken.

Merkel sieht einen größeren emotionalen Schaden in der Bevölkerung. Politische und industrielle Spionage, sowie millionenfache Überwachung von deutschen Staatsbürgern scheinen Kavaliersdelikte zu sein.

Warum das Kanzleramt, deutsche Firmen und deutsche Ministerien eine terroristische Gefahr für die USA darstellen, erklärt Merkel nicht.

3 Kommentare

  1. Pingback: Netzpolitik.org: Der Krieg gegen Whistleblower und Journalisten hat begonnen |

  2. Anna

    Diese erwähnten Zeitungen stehen wie früher die Brauereien vor dem Untergang. Diese Systemapparat-Lügenpresse abbestellen und auf die Betrugsservice-Staatsvertragsabgabe verweisen. Welt, Faz,SZ gehören zu den ganz schlimmen Schmier- und Lügenblättern!

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  3. Pingback: canfatihalptekin

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