ARD kolportiert Sunday Times Propaganda über Snowden

Die Sunday Times „informiert“:

„One senior Home Office official accused Snowden of having “blood on his hands”, although Downing Street said there was “no evidence of anyone being harmed”.

Glenn Greenwald erwidert heute auf Twitter:

„If you’re someone who believes anonymously voiced self-serving govt claims, you’re dumb. If you’re a journalist who prints it, you’re worse.“

Greenwalds Antwort auf die Sunday Times Schmierenkampagne gegen Edward Snowden wurde heute teilweise auch in der ARD überliefert. In dem Artikel der Times wurde beispielsweise behauptet, dass David Miranda, der Partner von Glenn Greenwald, vor seiner Verhaftung am Flughafen Heathrow, Edward Snowden in Moskau getroffen habe. Eine glatte Lüge. Miranda war nie in Moskau. Die Times strich diese Passage anschließend klammheimlich aus dem Online-Artikel.

Dennoch: die ARD schaffte es mittels prominenter Platzierung der Nachricht, samt manipulativer Grafiken sich als Sprachrohr einer auf anonymen Regierungsquellen beruhenden Diffamierung von Edward Snowdon zu betätigen. Auch die medial gerne propagierte Frage „Snowden:Held oder Verräter?“ wurde in diesem Zusammenhang erneut aufgewärmt.

Image and video hosting by TinyPic

Image and video hosting by TinyPic

Image and video hosting by TinyPic

Als Experte wird um 20 Uhr in der Tagesschau der „Politikwissenschaftler“ und „Snowden Gegner“ Anthony Glees zitiert, für den feststeht, dass Snowden dem russischen Geheimdienst ausgeliefert ist:

„Es war doch klar, dass die Edward Snowden nicht in Ruhe Golf spielen lassen werden.“

Glees 2014 in der Mail Online:

„But what is particularly chilling is how western self-styled crusaders for internet freedom, such as WikiLeaks founder Julian Assange and Edward Snowden (a former contractor for the US National Security Agency), have ended up helping the jihadists by revealing so much about the methods of British, European and American intelligence agencies.“

History repeats itself:

An attorney for Dr. Daniel Ellsberg has chided the Senate Watergate committee for failing to challenge what he called „totally false and slanderous“ testimony by the former White House aide, John D. Ehrlichman, suggesting that Dr. Ellsberg delivered copies of the Pentagon papers to the Soviet Embassy. (New York Times 11.8.1973)

3 Kommentare

  1. kleitos

    Transatlantische Mietmäuler halt – siehe „Die Anstalt“ zu den „Vernetzungen“ und Abängigkeiten.

    Und diese Propaganda zahlen wir per GEZ auch noch selbst – da ist nicht einmal Goebbels drauf gekommen.

    Gefällt mir

  2. Pingback: Netzpolitik.org: Der Krieg gegen Whistleblower und Journalisten hat begonnen |

  3. Pingback: canfatihalptekin

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: