Transkription Temme Telefonat mit Geheimschutzbeauftragtem Hess am 9.Mai 2006

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Das Telefonat des hessischen Geheimschutzbeauftragte Hess mit dem Ex-Verfassungschützer Andreas Temme am 9.Mai 2006 wurde von der Polizei mitgeschnitten. Die Protokolle dieser Überwachung wurden in mehreren Beweisanträgen aufgeführt, die die Anwälte der Hinterbliebenen des Opfers Halit Yozgat, Thomas Bliwier, Bilsat Top, Doris Dierbach und Alexander Kienzle, im Februar 2015 beim Oberlandesgericht in München eingereicht haben. Es stellt sich die Frage, warum die Wortprotokolle in den Medien und vor Gericht mit kleinen, aber sicher nicht unerheblichen Abweichungen veröffentlicht wurden:

(HR Online 16.3.2015):

Ich sage ja jedem: Wenn er weiß, dass irgendwo so etwas passiert, bitte nicht vorbeifahren. (…) Sie können sich auch noch mal überlegen, äh, ab, ab wann auf der Außenstelle bzw. Sie als Person mit der Frage, äh, konfrontiert worden sind oder mitbekommen haben, da sind in der Bundesrepublik, das war also teilweise – weiß ich jetzt nicht – vor den Geschehnisse in Kassel, nach dem Geschehnis, sind da Morde passiert (…) Und äh ab, ab wann ist Ihnen, äh, äh, klar geworden, dass Sie sozusagen, ja, ob nun bewusst oder unbewusst, das müssen Sie dann schreiben, äh, einen, ja einen mitbekommen haben. Oder, oder, oder sagen wir mal, an, an – an einem Tatort anwesend waren.

(Welt Online/Aust/Laabs 22.2.2015):

Hess: „Ich sach ja jedem, äh, wenn er weiß, dass irgendwo so etwas passiert: Bitte nicht vorbeifahren! Ja, es ist sch… Ja, wie sieht es bei Ihnen aus, wie fühlen Sie sich?“

„Also, soweit ich hier mitbekommen habe, hat sich die Frage gestellt, die könnten sie sich noch mal überlegen: Ab wann auf der Außenstelle bzw. Sie als Person mit der Frage konfrontiert worden sind oder mitbekommen haben, da sind in der Bundesrepublik, das war also teilweise – weiß ich jetzt nicht – vor den Geschehnissen in Kassel, nach dem Geschehnis – sind da Morde passiert.“

Temme: „Mh.“

Hess: „Und, äh, ab wann ist Ihnen, äh, klar geworden, dass sie sozusagen, ob nun bewusst oder unbewusst, das müssen sie dann schreiben, äh, einen ja, einen [Mord] mitbekommen haben – oder, möglicherweise an einem Tatort anwesend waren.

Temme: „Mhmh.“

(Wortprotokoll VAe Frau Schmiedehausen vom 23.2.2015,beglaubigte Abschrift für den NSU-Prozess in München, angefordert von Richter Götzl veröffentlicht von ZentralOrganBayern (das ZOB)) :

H:Ich sage ja jedem, eh, wenn der weiß, dass irgendwo sowas passiert, bitte nicht vorbeifahren. (…)

H: Also soweit ich hier mitbekommen habe, sagen wir mal, ist oder hat sich die Frage gestellt, da können sie auch noch mal überlegen, eh, ab wann auf der Außenstelle bzw. sie als Person mit der Frage konfrontiert worden sind oder mitbekommen habe, eh, da sind in der Bundesrepublik, das war also teilweise, weiß ich jetzt nicht, vor den Geschehnissen in Kassel, nach dem Geschehniss, sind da Morde passiert und ab wann ist ihnen klar geworden , dass sie sozusagen, ob nun bewusst oder unbewusst, das müssen sie dann schreiben, ein mitbekommen haben oder sagen wir mal, an einem Tatort anwesend waren.

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