Snowden Leak:NSA und GCHQ hacken SIM Karten Marktführer Gemalto

Image and video hosting by TinyPic In der Hälfte aller deutschen Handys sind die angeblich gehackten Gemalto-SIM-Karten im Einsatz. Das sagt der Krypto-Experte Nohl im Gespräch mit tagesschau24. Es sei davon auszugehen, dass die Geheimdienste erst einmal alle Informationen sammeln, die sie abgreifen können. Alex Mandl, Chef des weltgrößten Chipkartenanbieters Gemalto in einem Interview mit der Berliner Zeitung (2007):

„Nicht jede Innovation in punkto Sicherheit ist zwangsläufig ein Schritt in Richtung eines Überwachungsstaates.“

Alex Mandl, head of the world’s largest chip card provider Gemalto in an interview with the german newspaper Berliner Zeitung (2007):

„Not every innovation in terms of safety is necessarily a step towards a surveillance state. „ Image and video hosting by TinyPic Laut streng geheimen Dokumenten der National Security Agency, die Whistleblower Edward Snowden The Intercept zur Verfügung stellt, haben amerikanische und britische Spione das interne Computernetzwerk des größten Herstellers von SIM-Karten in der Welt, Gemalto, gehackt, und Verschlüsselungscodes gestohlen, die verwendet werden um die Privatsphäre der Handy-Kommunikation auf der ganzen Welt zu schützen. Ein Dokument aus dem Jahr 2009 verdeutlicht, dass die NSA seinerzeit die Kapazität besaß, zwischen 12 und 22 Millionen Schlüssel in der Sekunde zu sammeln, man wollte dies später auf 50 Millionen ausweiten. Der Hack wurde von einer gemeinsamen Einheit (Mobile Handset Exploitation Team), bestehend aus Mitarbeitern der NSA und ihrem britischen Pendant GCHQ verübt. In einem geheimen GCHQ Dokument aus dem Jahr 2010 wird beschrieben, wie den Überwachungsbehörden auf diesem Wege die Möglichkeit offen steht, einen großen Teil der Mobilfunkkommunikation der Welt, einschließlich Sprache und Daten heimlich zu überwachen. Das von den Diensten angegriffene Unternehmen Gemalto ist ein multinationales Unternehmen in den Niederlanden, das Chips produziert,die in Mobiltelefonen und Next-Generation-Kreditkarten verwendet werden. Zu den Kunden zählen AT & T, T-Mobile, Verizon, Sprint,Visa, Mastercard, American Express,Barclays, Audi, BMW und rund 450 Wireless-Netzwerk-Provider auf der ganzen Welt. Das Unternehmen ist in 85 Ländern aktiv und verfügt über mehr als 40 Produktionsstätten.

Image and video hosting by TinyPic „THE BREACH OF Gemalto’s computer network by GCHQ has far-reaching global implications. The company, which brought in $2.7 billion in revenue in 2013, is a global leader in digital security, producing banking cards, mobile payment systems, two-factor authentication devices used for online security, hardware tokens used for securing buildings and offices, electronic passports and identification cards. It provides chips to Vodafone in Europe and France’s Orange, as well as EE, a joint venture in the U.K. between France Telecom and Deutsche Telekom. Royal KPN, the largest Dutch wireless network provider, also uses Gemalto technology. (…) The document also stated that GCHQ was preparing similar key theft operations against one of Gemalto’s competitors, Germany-based SIM card giant Giesecke and Devrient. (The Intercept 19.2.2015) Giesecke & Devrient (G&D) ist ein internationaler Technologiekonzern mit Sitz in München, der sich, ausgehend vom Banknoten-, Wertpapier- und Passdruck, auch zu einem Spezialisten für Chipkarten und „Sicherheitslösungen“ entwickelt hat. Wurde die deutsche Firma auch von der NSA und GCHQ gehackt, wie in dem geheimen Dokument angedeutet wird?

Jeremy Scahill (The Intercept) Tweet vom 20.2.2015:

„Tip for German reporters: In 2011, GCHQ started preparing key theft ops vs. German SIM giant Giesecke & Devrient: https://firstlook.org/theintercept/2015/02/19/great-sim-heist/ …“ Image and video hosting by TinyPic Seit 2012 existiert ein Joint Venture zwischen ARM, Giesecke & Devrient und der gehackten Firma Gemalto: „Wie die Financial Times Deutschland (FTD) berichtet, steuert ARM sein Know-how in Sachen Hardware bei, während Gemalto und G&D ihre Betriebssysteme einbringen, die in Zukunft verschmolzen werden sollen. Zunächst wird die Sicherheitslösung mit Googles Mobilbetriebssystem Android kombiniert. “Die Marktbedürfnisse sind deutlich da”, sagte G&D-Chef Karsten Ottenberg der Zeitung. Smartphones seien derzeit das beliebteste Ziel von Hackern. “Es wird für sie zunehmend reizvoller, je mehr Werte über Mobiltelefone bewegt werden.” (ZDNet 3.4.2012) Giesecke & Devrient hält 79 % der Anteile an der secunet Security Networks AG, in dessen Aufsichtsrat Karsten Ottenberg und andere G&D Akteure sitzen. secunet und eine weitere G&D-Tochter, Giesecke & Devrient Egypt Ltd., waren bei der Produktion von Ausweisen und Chipkarten für Telekommunikation, Kartenzahlung, Industrie- und Regierungsanwendungen in Ägypten verantwortlich. Hierbei kooperierte die ägyptische Tochter von G&D mit dem Telekommunikationsunternehmen Orascom Telecom, dessen Vorstandsvorsitzender und Großaktionär Naguib Sawiris der reichsten Familie des Landes angehört, die dem Mubarak-Regime nahe stand. Sawiris vertraute bis zum Rücktritt Mubaraks auf dessen Vizepräsidenten und Geheimdienstchef Omar Suleiman, der in Programme zur Verschleppung von Terrorverdächtigen durch den US-Geheimdienst CIA involviert war. Die secunet Security Networks AG war darüberhinaus gemeinsam mit G&D Egypt Services Ltd. für die Errichtung der IT-Sicherheitsinfrastruktur in Ägypten verantwortlich. secunet präsentiert sich selbstbewußt auf der Rüstungsmesse IDEX und kümmert sich um den zunehmenden Bedarf am Schutz von kritischen Infrastrukturen und Informationssicherheit im arabischen Raum. secunet, Gewinner des Big Brother Awards, Sicherheitspartner der BRD und Mitglied des eingetragenen Vereins ITSMIG profitiert überwiegend von Regierungsaufträgen (ELSTER, De-Mail,digitale Lesegeräte für elektronische Ausweisdokumente, SINA-Komponenten für Bundeswehr/ NATO und Internet-Provider).

Gemalto liefert 2012 weitere 15 Millionen elektronische Gesundheitskarten für AOK-Versicherte aus (In 2012 Gemalto delivered 15 million electronic health cards for medically insured Germans.):

„(München, 20.03.2012) Gemalto (Euronext NL0000400653), der weltweit führende Anbieter digitaler Sicherheitslösungen, liefert 2012 weitere 15 Millionen elektronische Gesundheitskarten (eGK) an die AOK aus. Die „AOK – Die Gesundheitskasse“ betreut insgesamt etwa 25 Millionen Versicherte. Das entspricht nahezu einem Drittel der Bevölkerung in Deutschland. Bereits im vergangenen Jahr hatte Gemalto zweieinhalb Millionen Gesundheitskarten für die Allgemeinen Ortskrankenkassen ausgeliefert. In dem gemeinsamen Großprojekt übernimmt Gemalto für Deutschlands größte Krankenversicherung den gesamten Prozess der Kartenherstellung. Von der Produktion, über die Personalisierung bis hin zur Auslieferung stellt Gemalto seine qualifizierte Dienstleistung unter Beweis.“ (Press Release Gemalto 2012)

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