NSU Leaks:Fefe verlinkt auf islamfeindlichen Blog

Fefe am 16.12.2014:

„Wie gehen wir eigentlich als Gesellschaft damit um, dass Ziercke und Range dem NSU-Ausschuss ins Gesicht gelogen haben? Das haben irgendwie alle mehr oder weniger zur Kenntnis genommen und keiner hat irgendwas getan. Wir haben alle resigniert ob der Zustände in unserem Land. So geht das nicht weiter.Besonders schön finde ich diese schöne Matrix zum Versagen der Presse mit Punkten wie „Diese Frage tritt nicht hinter Nebenaspekte wie z.B. die Kleidung eines Angeklagten zurück“.“

Der Link in Fefes Blog führt zu einem Artikel des Arbeitskreis NSU/fatalist im Blog NSU Leaks.

Im Forum des Blogs wird unverhohlen gegen Linke und Muslime Stimmung gemacht. So verlinkt der Administrator im Forum auf einen Artikel in der Jungen Freiheit:

„Die jF hat einen schönen Kommentar dazu:

Wo sonst eher nach Dutzenden zu zählende Angehörige rechter Kleinparteien, Gruppen oder Initiativen unter massivem Polizeischutz ihre Transparente trotzig gegen einen vielfach größeren linksextrem-islamistischen Mob hochhalten, hat die „HoGeSa“-Kundgebung unter dem zunächst wenig vertraueneinflößenden Motto „Hooligans gegen Salafisten“ die Zahlenverhältnisse auf den Kopf gestellt und die medial-politische Klasse in beträchtliche Nervosität versetzt.

Nach einer Schrecksekunde haben sich die maßgeblichen Medien, Landes- und Bundespolitiker gefaßt und sortieren das Ereignis mit eingeübten Reflexen in die bekannten Schubladen: Da seien „Rechtsextreme“, „Verfassungs- und Demokratiefeinde“ unterwegs gewesen, und man müsse künftig solche Kundgebungen schon im Vorfeld genau auf ihr „Gewaltpotential“ abklopfen und möglichst von vornherein verhindern, sind sich Bundes- und nordrhein-westfälische Landespolitiker, Sozialdemokraten wie Unionsleute einig.

Furcht vor einem neuen politischen Akteur

Natürlich kann sich kein Staat bieten lassen, daß Demonstranten Polizisten angreifen und verletzen. Schon deshalb sind die anonymen Lobeshymnen in islamkritischen Netzforen, die die „ganzen Kerle“ verherrlichen, nur weil sie diesmal auf der „richtigen Seite“ zulangten, reichlich deplaziert. Dennoch ist der plötzliche Verbots- und Durchgreif-Eifer von Politikern und Medienkommentatoren verdächtig, denen die alljährlichen Straßenkampfrituale militanter Linksextremisten samt ihren beträchtlichen Kollateralschäden sonst nur abwiegelnde Randnotizen wert sind.

Da schwingt die unausgesprochene Befürchtung mit, ein neuer Akteur könnte die Bühne betreten, der das etablierte Verschweige- und Verharmlosungskartell gegenüber der Unterwanderung von Staat und Gesellschaft durch Islam und Islamisten aus dem Gleichgewicht bringt.“

Update 17.12.2014

3 Sat beschäftigt sich in der Sendung Kulturzeit am 17.12.2014 (19:20) mit dem Thema NSU Leaks:

Transkript aus dem Beitrag:

Siegfried Mayr möchte das nun gerichtlich klären lassen, hat Anzeige erstattet wegen der Ermordung von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt. Die zuständige Staatsanwaltschaft in Meiningen möchte mit uns nicht darüber sprechen, teilt aber schriftlich mit, dass es bei ihr bereits seit drei Jahren ein Verfahren zu den Todesumständen der Beiden gibt, dass noch immer nicht abgeschlossen ist.“

4 Kommentare

  1. Beobachter

    Also, das ist, ich meine, dass es irgendwievieljahre nach Auschwitz schon wieder so weit ist.
    No Parmesan!

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  2. Timur

    Guilt by association by association. Nettes Spiel, schöne Ablenkung.

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  3. Pingback: Bob Roberts kritisiert Verlinkung auf "Fatalist"-Blog -

  4. Lieber Bob,
    ich bin der Autor des Dossiers, das der Fatalist freundlicherweise auf seinem Blog veröffentlicht und fefe verlinkt hat. Wie fefe sehr korrekt angemerkt hat, steht in meinem Beitrag nichts drin, was auch nur ansatzweise ein rechtspopulistischer Ausfall sein könnte. Der Grund dafür ist denkbar einfach: ich habe mit Rechtspopulismus nichts am Hut, bin ein freisinniger Patriot mit den Vorbildern Ludwig Quidde und Georg Elser.
    Es ist nun aber so, dass ich bei meinen eigenen Recherchen zum NSU Stück für Stück und schmerzhaft gelernt habe, dass der Fatalist und seine (sehr mutigen!) Mitstreiter auf vielen unglaublich guten Spuren unterwegs sind. Das heißt nicht, dass immer alles richtig war. Es entwickelt sich ja auch. Aber es gibt dort Substanz im Nebel, nicht nur in den Akten, sondern auch in den Analysen. Sonst habe ich im NSU-Fall vor allem Nebel gesehen, und wie mein Dossier zeigt, ist das kein Zufall, sondern hat grausames System. Ein wichtiger Grund für die Erstveröffentlichung bei NSU-Leaks ist also Dankbarkeit für die Arbeit des Fatalisten und seiner wackeren Mitstreiter (unter denen es nicht nur Rechtspopulisten gibt, sondern auch einfach geniale Individualisten die nur am NSU-Thema arbeiten und deshalb nicht auffallen). Es ist wichtig, die Prioritäten richtig zu setzen: im NSU-Fall verbergen sich gewaltigere Abgründe als im Rechtspopulismus, so bitter diese Erkenntnis auch immer sein mag.
    Damit komme ich zu meinem zweiten Grund, warum ich mit meinem selbst erarbeiteten Werk zum Fatalisten gegangen bin: seine Person und seine Motivation erschienen mir nach langer stiller Beobachtung als Garanten, dass ich nicht ums Leben komme, BEVOR das Dossier unlöschbar verbreitet ist. Ich bin nicht enttäuscht worden und bin ihm sehr dankbar dafür. Dafür verzeihe ich ihm auch den Rechtspopulismus. Ich habe über ein Jahr hinweg versucht, einzelne Elemente des Dossiers als Leserkommentare zu veröffentlichen, aber die Löschtaste kommt da immer zum Zug, bevor irgendein nichttrivialer Zusammenhang erläutert ist. Gnadenlos. Der etablierte „linke“ Journalismus ist ein komplettes Wrack, staatshörig, ängstlich, korrupt. Mit Faschisten arbeiten die bereitwillig zusammen, solange sie im Staatsapparat sitzen und mächtig sind. Dafür schlagen sie dann umso mutiger auf jeden Kleinbürger ein, der etwas Unausgegorenes gesagt hat. Das ist ein Antifaschismus, über den ich nur noch weinen kann.

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